Freudentränen – Cachaça erobert London!

Ende Januar haben sich zwei Cachaça-Enthusiasten von „House of Cachaça“ bei mir gemeldet. Leszeq Wedzicha und Hugo Tolomei planten gemeinsam das erste Cachaça Festival in Großbritannien und würden sich über meine Teilnahme freuen. Damals gab es noch keine Details, aber langsam hat das ganze Projekt Gestalt angenommen.

Am 7. April fand das Festival das erste Mal in Manchester statt, am Wochenende danach in London. Blauer Himmel, Sonnenschein und draußen gab es einen DJ, der gute Laune mit brasilianische Musik verbreitet hat.

 

 

500 Jahre – 50 Cachaças – 33 Kipfelpreise – 12 Bundesländer – 13 Holzarten – 1 Passion

Als Mitbringsel gab es das Buch „Thre great show of Brazilian sugar cane spirit“ und ein Stössel aus Plastik von Leblon Cachaça, dass man zu jeder Party bringen kann. Stelle dir vor: Man kann ihn mit Cachaça füllen und man hat genug für die Zubereitung einer Caipi! Wow…

Aber das Buch ist nicht zu übertreffen: sehr schön gemacht, mit der Geschichte Cachaças und viele Informationen über alles, was sie ausgestellt haben.

Insgesamt wurden 50 verschiedene Cachaças ausgestellt. Ich fand auch schön, dass man die Cachaças in Holzsorten getrennt hat, so konnte man diese besser miteinander vergleichen. Ein Cachaça aus Minas Gerais schmeckt anders als ein Cachaça aus São Paulo – auch wenn sie ähnlich produziert und in gleichen Holzarten gelagert wurden.

Brasilianische Vielseitigkeit

Cachaça ist nicht gleich Cachaça. Die Komplexität dieses Destillates wird seit kurzem sogar in Brasilien wieder entdeckt. Immer öfters werden sich die Brenennereien auch bewusst, dass es sich lohnt, ein hochwertiges Produkt zu liefern.

Die Kreativität der Brasilianer kennt keine Grenzen: Manche Brennereien investieren in die saubere Produktion einfacher weißer Cachaças. Andere wollen ein Produkt herstellen, das elegant, vollmündig und komplex ist.

Wer innovativ sein will greift für die Reifung zu anderen Methoden, etwa zur Solera-Methode, die für die Produktion von Sherry benutzt wird: Es ist ein sehr langes Verfahren, bei dem der Cachaça bis zu 10 Jahre lang in verschiedenen Fässern gereift wird.

Und was sagt man zu diesen schönen Flaschen? Mal klassisch, mal sehr modern. Es ist erstaunlich, wie sehr sich der Cachaça entwickelt hat.

Tränen der Freude und die Lust nach mehr

Am Sonntag bin ich nach Hause geflogen mit den Gedanken dass es noch so viel zu tun gibt aber es wurde ein guter Anfang gemacht.

Das Festival  hat eine Art „Nachgeschmack“ hinterlassen. Die Lust nach einem größeren Festival mit mehr Austellern und eine einer noch besseren Infrastruktur lässt mich nicht los. Fast so, als hätte man einen Cachaça mit langem Abgang getrunken. Man kann ihn nicht so schnell vergessen und man will mehr davon.

Eines Tages möchte ich zurückschauen und sagen können, dass wir unser Land draußen sehr gut repräsentiert und geholfen haben, den brasilianischen Spirit zu verbreiten! Nicht nur in London oder Wien – aber auf der ganzen Welt!

 

 

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